Projekt Monitoring und Evaluation System

Eines der dagobertinvest-Prinzipien lautet: „betriebswirtschaftlich geprüft“. Im Folgenden wollen wir offenlegen, wie wir das machen.

Phase 1: Projektprüfung

Wenn alle Daten erhoben sind, so findet eine Board Sitzung statt, an der der Vertrieb, das Risikomanagement und die Geschäftsleitung an einem Tisch sitzen und gemeinsam Bedingungen festlegen, unter denen man ein Projekt der Crowd zum Zeichnen präsentieren kann.


Vielfach sind diese Bedingungen nicht erfüllbar, dann wird ein Projekt abgelehnt oder auch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben (wenn die Bedingungen zu einem späteren Zeitpunkt erfüllbar werden).

Phase 2: Projektbegleitung

Phase 3: Rückzahlung

3 Monate vor der geplanten Rückzahlung bereiten wir die Rückzahlung vor. Dies bedeutet, dass wir die Zinsen und somit den gesamten Rückzahlungsbetrag je Anleger für den Emittenten errechnen und einen entsprechenden Zahlungsträger vorbereiten, der in das Online Banking System des Emittenten eingelesen werden kann.

Dann gibt der Emittent die Rückzahlungen frei und die Anleger*innen erhalten Kapital + Zinsen wieder zurück auf ihr Referenzkonto überwiesen.

Phase 4: Problemfälle

Bei der Lösung von wirtschaftlichen Problemen ist der größte Feind der Zeitdruck. Dieser führt nämlich oftmals verfrüht zu einer Insolvenz. Das von Ihnen gegebene Kapital ist nachrangig. Das Wesen der Nachrangigkeit ist in Ihrem Darlehensvertrag Punkt 2 abgebildet. Zusammengefasst kann ein Schuldner durch das Versäumen des Zahlungstermins nicht insolvent werden.

Vordergründig scheint dies ein Nachteil für den Gläubiger zu sein. Bei praktischer Betrachtung ist genau dieses Element aber sehr nützlich: ein Insolvenzverfahren ist für alle Beteiligte ein „worst case Szenario“, also die schlechteste aller Varianten.

Durch die Nachrangigkeit hat der Immobilien Entwickler manchmal noch die entscheidenden wenige Monate zusätzlich, um das Projekt doch noch wie geplant zu realisieren oder zu verwerten. Um dann, wenige Monate später die Rückzahlung vereinbarungsgemäß zu leisten. Wären die Forderungen der Anleger nicht nachrangig, so müsste der Geschäftsführer ein Insolvenzverfahren anmelden, was in den überwiegenden Fällen ein deutlich schlechteres Ergebnis für die Anleger*innen brächte.  

Eine Verzögerung tritt ein, wenn der Emittent die Rückzahlung und/oder Zinsen nicht pünktlich leisten kann. Bei alten Projekten (bis 05.2017 gestartet), enthielten die Darlehensverträge noch keine Verlängerungsoption. Bei Projekten danach kann der Emittent die Verlängerungsoption einseitig und einmalig für maximal 6 Monate in Anspruch nehmen. In einem solchen Fall sprechen wir von einer Verlängerung (nicht von einer Verzögerung), da sie ja vertraglich vereinbart ist.


Verlängerungsoption bedeutet, dass der Emittent die Laufzeit einseitig unter folgenden Bedingungen verlängern kann:

  • Ankündigung 1-3 Monate im Vorhinein, wie im Darlehensvertrag vereinbart
  • Verlängerung einmalig und maximal bis zur vertraglich vereinbarten Verlängerungsfrist
  • zusätzlich zur Standardverzinsung fallen dann meist 1,25% p.a. für den Velängerungszeitraum an

Unser Anspruch ist, dass es in nur seltenen Fällen (< 10% aller fälligen Rückzahlungen) zu Verzögerungen kommen soll.  

Phase 5: Intervention bei Verzögerungen

Bei Verzögerungen kommt ein Abteilungsleiter, der langjährige Erfahrungen in der Sanierung von Unternehmen und Immobilienprojekte hat, zum Einsatz.

Der Emittenten-Vertrag ist ein umfassendes Vertragswerk, das zwischen der Plattform (dagobertinvest) und dem Emittenten (Bauträger) abgeschlossen wird. Hier werden sehr tiefgehende Pflichten des Emittenten wirksam, sobald wir Störungen erkennen:

  • Offenlegungspflichten von wirtschaftlichen Unterlagen und Verträgen
  • Duldung von diversen Prüfungshandlungen durch die Plattform
  • Möglichkeiten zur direkten Kontaktaufnahme beim Steuerberater
  • Entbindung der finanzierenden Bank vom Bankgeheimnis
  • Einschaltung von Sanierungsberatern
  • Einschaltung unseres Firmenanwaltes
  • Geltendmachung von Haftungen gegen den/die Geschäftsführer


Das eröffnet uns die Möglichkeit einen Überblick zu verschaffen und anschließend mit dem Emittenten ein Lösungskonzept zu erarbeiten. Die Erarbeitung eines solchen bedarf natürlich der aktiven Mitwirkung des Emittenten. Wir können nicht in deren Geschäftsführung einwirken und auch aktiv nichts entscheiden oder umsetzen. Wir bringen proaktiv unsere Beratungs- und Lösungskompetenzen ein, um einen positiven Abschuss für Sie zu erwirken.

Die Maßnahmen, die wir setzen, hängen von den Gegebenheiten und der individuellen Situation ab und reichen von bloßen Aufforderungen bis hin zur Androhung von Anzeigen.  

Alles dient einem Ziel: Sie als Anleger*in sollen ihre Zinsen und ihr Kapital vereinbarungsgemäß erhalten, bzw. bei Verzögerungen sicher zu einem späteren Zeitpunkt. Gegebenenfalls vereinbaren wir auch Teilzahlungen, sobald Liquidität vorhanden ist.

Häufig gestellte Fragen haben wir für Sie in den FAQs gesammelt.